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Liebe LeserInnen und HörerInnen

Ich lade Euch herzlich zur Episode 18 des Podcast "Die Natur und die Stadt" ein:
Eine Biberfamilie inmitten eines Quartiers - kann das gut gehen?
Wildtiermanagement im Telli-Quartier in Aarau.
Ein Gespräch mit dem Fachspezialisten Jagd und Fischerei des Kantons Aargau
Christian Tesini
Eine Einführung in Episode 18 ist unten links zu finden. Ihr könnt den Podcast auch via die üblichen Plattformen wie iTunes, Spotify oder GooglePodcast abonnieren.
Bitte diese Newsletter teilen und weiterleiten.
Merci!
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Ein Loblied auf die Umweltbürger-innen und -bürger

Während ich diesen Blogbeitag schreibe, ist die COP26 in Glasgow noch in vollem Gange. Gerade heute morgen habe ich ein Video von der gestrigen Demonstration dort gesehen: ein bunter Zug von Menschen aller Generationen und ganz unterschiedlicher Ausrichtung. Diese Menschen engagieren sich als besorgte und teilweise wütende und verzweifelte Weltbürger*innen („no more blah, blah, blah“), weil ihre Lebensgrundlage sprichwörtlich erodiert (das gilt bspw. für indigene Völker in Brasilien) oder weil sie sich um die Zukunft ihrer Kinder sorgen.
Was da so vielfältig und doch für einen Moment geeint stattfindet, ist sogenannte “environmental citizenship (EC)“, bürgerschaftliches Engagement für die Umwelt oder Umweltbürger*innenschaft. Ich habe den englischen Begrifff hier zuerst erwähnt, weil es dafür keine gute Übersetzung ins Deutsche gibt. Nicole Bauer von der Eidgenössischen Anstalt für Wald, Schnee und Landschaft WSL hat dies letzten Herbst so gesagt: bisherige Übersetzungen sind sperrig. (Aus dem Treffen mit ihr ist übrigens diese Episode meines Podcast „Die Natur und die Stadt„ entstanden.) Die Wissenschaftlerin sitzt für die Schweiz in einer COST Action, einem Projekt der EU, in dem sich Forschende aus ganz Europa vernetzt haben, u.a. um zu definieren, was EC genau umfasst, welche Aktivitäten dazu gehören und welche nicht.

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    Eine Biberfamilie inmitten des Quartiers - kann das gut gehen?

    Wildtiermanagement im Telli-Quartier in Aarau. Ein Gespräch mit dem Fachspezialisten Jagd und Fischerei des Kantons Aargau Christian Tesini
    Nach dem 2. Weltkrieg sah sich Aarau wie andere Städte in der Schweiz mit der Frage konfrontiert, wie es wachsen sollte. Bis damals und einige Jahrzehnte darüber hinaus hatte man eine Gartenstadt rund um den alten Stadtkern gebaut. Ab den 60er- und 70er-Jahren entschied man sich zu einem gewichtigen Ausbauschritt und baute über 20 Jahre verteilt am nordöstlichen Stadtrand vie langestreckte Zeilen mit insgesamt 1258 Wohnungen, zum Eigentum und zur Miete. Die Riegel sollten 19 Stockwerke bzw. bis zu 50 Meter hoch werden und mit seinen langgezogenen Linien die Juraketten aufnehmen. Heute leben dort 5000 Menschen, in einer Park-ähnlichen Umgebung und mit dem künstlich angelegten Sengelbach als Zufluss zur Aare. Niemand hätte gedacht, dass ausgerechnet dort eine Biberfamilien einziehen sollte. - Das klingt zwar romantisch, ist aber nicht ganz konfliktfrei. der Fachspezialist Jagd und Fischerei des Kantons Aargau musst dort alle Register des Wildtiermanagement ziehen. Doch was umfasst das überhaupt?
    Spaziergang_Web_Episode_19 (1350 x 650 px)

    Natur braucht Stadt: Biodiversität in 10 Stationen (Episode 19)

    Ein Spaziergang mit Christine Föhr, Projektleiterin Natur und Ökologie von Stadtgrün Bern

    67 Prozent aller Tierarten, die in der Schweiz leben, und 45 Prozent aller einheimischen Pflanzen, existieren auch in der Stadt. Wenn man bedenkt, dass die von der Landwirtschaft intensiv genutzen Flächen oft wenig biodivers sind, dann ist die Dichte an Wildtieren und -pflanzen in der Stadt sogar höher als in vielen Landstrichen auf dem Land. Die Städte sind also besser als ihr Ruf, was deren Nutzen für die Biodiversität anbetrifft. Umso mehr Sinn macht es, diese Artenvielfalt zu bewahren, wenn nicht gar, zu erhöhen. Und eine weitere gute Nachricht: Jede/r Bewohner/in kann dazu beitragen und sei es mit nur einem Quadratmeter entsiegelter Fläche im Vorhof des Hauses oder im eigenen Garten, auf einem Stück Dachgrün oder einer Baumscheibe an einer öffentlichen Strasse. - Stadtgrün Bern hat im 2021 ein Aktionsjahr „Natur br(auch)t Stadt“ durchgeführt. Die Projektleiterin Christine Föhr hat dafür exemplarische Spaziergänge „ausgeschildert“, anhand derer man Station für Station etwas über die zentralen Biodiversität und die Unterstützungshilfen lernen kann: von der Wildhecke bis zum Nistkasten, vom Teich bis zum Obstgarten mitten in der Stadt. - Kommen Sie mit uns mit auf den beschaulichen Spaziergang, Hügel hinauf und Treppe herab.

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    Apropos Episode 17: Cradle to Cradle, eine neue Studie!

    "Die Vorteile einer Kreislaufwirtschaft sind für die Schweiz aufgrund des beschränkten Ressourcenvorkommens besonders gross. Die Resultate der vorliegenden Studie zeigen jedoch, dass der Transformationsprozess auf Unternehmen­sebene noch nicht weit fortgeschritten ist. Zudem gibt es Hinweise, dass die Transformation ein länger dauernder Prozess ist. Die abwartende Haltung vieler Unternehmen könnte sich bei zunehmender Verknappung wichtiger natürlicher Ressourcen deshalb negativ auf deren Wettbewerbsfähigkeit auswirken. Die Voraussetzungen für eine Beschleunigung der Transformation sind in der Schweiz allerdings gut. Die Schweiz könnte als eines der innovativsten Länder der Welt komparative Vorteile nutzen, um zirkuläre Massnahmen effizient umzusetzen und so Wettbewerbsvorteile zu generieren. Deshalb wäre es wichtig, aktuell bestehende Hürden gezielt abzubauen. "
    Statusbericht der Schweizer Kreislaufwirtschaft. Erste repräsentative Studie zur Umsetzung der Kreislaufwirtschaft auf Unternehmensebene. Von Tobias Stucki und Martin Wörter
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    Der Podcast "Die Natur und die Stadt" profitierte vom Wissen und den Kontakten von Stadtgrün Bern und wird vom Bundesamt für Umwelt (BAFU), der Burgengemeinde Bern und der GVB Kulturstiftung unterstützt. Herzlichen Dank dafür.
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