cropped-facebook_profile_image_on_corporate_by_logaster.png
facebook twitter linkedin instagram 

Liebe LeserInnen und HörerInnen

Ich lade Euch herzlich zur Episode 21 des Podcast "Die Natur und die Stadt" ein:
Natur schützen oder Natur fördern? - Ein Besuch im Smaragdgebiet Oberaargau.
Der Bauer Adrian Glur über Integrierte Produktion und extensive Landwirtschaft und Werner Stirnimann über das Smaradggebiet und seine vielen Initiativen
Eine Einführung in Episode 21 ist unten links zu finden. Ihr könnt den Podcast auch via die üblichen Plattformen wie iTunes, Spotify oder GooglePodcast abonnieren.
Bitte diese Newsletter teilen und weiterleiten.
Merci!
2

Der Zusammenhang von Pandemie und dem Verlust der Biodiversität


Es ist viel über den Ursprung des Corona-Virus geschrieben und debattiert worden, aber über den Zusammenhang von Pandemie und Biodiversitätsverlust leider weniger. Und dies, obwohl die Risiken für weitere Pandemien steigen, je mehr die Lebensräume von Wildtieren unter Druck kommen. Hier ein Beitrag in drei Akten.

Erster Akt

Es dauerte fünfzehn Jahre, bevor im 14. Jahrhundert die erste Pest, der Schwarze Tod, Bern erreichte. Sie war weit entfernt in Asien in einem Krieg zwischen den Mongolen und der genuesischen Handelsflotte entstanden und war auf dem Seeweg nach Genua und später in die Schweiz gelangt. Ganze Dörfer wurden damals auf dem Land ausgelöscht, den Städterinnen und Städtern ging es ein wenig besser. Offenbar haben sie durch die räumliche Organisation der Stadt „Social Distancing“ praktiziert. Und sie schienen den Zusammenhang von Nähe und Krankheitsübertragung verstanden zu haben. Wir hörten darüber in einem spannenden und vielschichtigen Stadtrundgang zur Klimageschichte der Hauptstadt der Schweiz und standen eine Weile vor dem damaligen Prunkbau, dem heutigen Rathaus. Der Historiker Claude Longchamp erklärte uns, dass in der sonst dicht gedrängten Berner Altstadt auch wegen der Pest – diese Welle wütete übrigens 30 Jahre! in Stadt und Umgebung – der grosszügige Rathausplatz entstand.

Und meine Liebe zu meiner Katze ist vielleicht eine Ur-Ur-Ur-Erinnerung daran, dass diese Haustiere im Mittelalter die Zahl der schwarzen Hausratten und ihrer Flöhe, die Überträgerinnen der Pest, minimierten. (mehr)

    2

    Natur schützen oder Natur födern? Zu Besuch im Smaragdgebiet Oberaargau (Episode 21)

    Der Bauer Adrian Glur über Integrierte Produktion und extensive Landwirtschaft und Werner Stirnimann über das Smaradggebiet und seine vielen Initiativen
    Im Smaragdgebiet Oberaargau werden europaweit gefährdete Arten gefördert: so etwa die Feldlerche, die sich auf intensiv bewirtschafteten Landwirtschaftsflächen nicht wohl fühlt oder die Gelbbauchunke, die vermutlich länger auf unserem Planete lebt als wir Menschen. Geographisch und politisch treffen im Oberaargau die vier Kantone Luzern, Bern, Solothurn und Aargau aufeinander, befinden sich dort 19 Gemeinden und liegt mitten drin die Kleinstadt Langenthal. Seit 2009 und bis heute werden dort zwei Aufwertungsprojekte durchgeführt, um u.a. die oben genannten Arten zu fördern. Und seit letztem Jahr wird auch das Modellvorhaben „Den Garten der Agglomeration Langenthal gemeinsaam gestalten“ durchgeführt. Damit überlappen und ergänzen sich eine Vielzahl von Projekte und Initiativen. - Doch was ist denn nun so besonders am Smaragdgebiet, das kein Naturschutzgebiet im engeren Sinne ist? Mir scheint, es ist die Zusammenarbeit von Bauern mit NaturschützerInnen oder von Behörden mit engagierten BürgerInnen. Mehr noch, dass die Bauern mithelfen, trägt wesentlich zum Erfolg bei: Einige von ihnen bewirtschaften mehr als die vom Bund vorgeschriebene Fläche extensiv. So auch Adrian Glur, ein Landwirt aus Roggwil und Mitglied im Vorstand des Vereins Smaragdgebiet. In dieser Episode hören wir von seinen Erfahrungen und seinem Selbstverständnis. Und wir hören von Werner Stirnimann, dem Projektleiter des Modellvorhabens, der mich durch das Smaragdgebiet chauffiert hat. Im Oberaargau gehe es weniger darum, die Natur zu schützen als vielmehr sie zu fördern, meint er. - Doch was ist genau der Unterschied?
    Bienenragwurz Ophrys apifera INO Dach

    Das grüne Spital (Episode 22)

    Eine Begegnung mit Stefan Müller, Spitalgärtner, und mit Sabine Mannes, der ehemaligen Co-Leiterin Fachstelle Nachhaltigkeit der Insel Gruppe AG
    Spitäler verbrauchen viel Energie - Wärme und Elektrizität -, produzieren viel Abfall - Haushalts- und medizinische Sonderabfälle - und sie belegen viel Raum in einer Stadt. Notgedrungenermassen, denn Spitäler erbringen eine unverzichtbare Dienstleistung für die Gesellschaft. Dennoch darf und muss die Frage gestellt werden: Wie, liebe Spitäler, wie habt ihr es mit der Nachhaltigkeit? - Diese Frage ist für die Insel Gruppe AG in Bern nicht neu. m Gegenteil, es gibt dort eine Fachstelle für Nachhaltigkeit, die eben das Klimaziel Netto Null für Treibhausgasemissionen bis 2035 in der Strategie des Spitals verankern konnte. Und es gibt einen Spitalgärtner, der viel daran setzt, dass die Insel so grün wie möglich ist und der Inselpark biodivers. - Für diese Folge habe ich mit Stefan Müller gesprochen: spannend, dass es gerade auf dem Inselareal eine Fledermauskolonie gibt, die nachts die dortigen Insekten vertilgt. Diese Tiere haben im Moment zu Unrecht nicht den besten Ruf. Und ich habe Sabine Mannes getroffen, die damals noch Co-Leiterin der Fachstelle war: Wir haben unter anderem über die Hebel für mehr Nachhaltigkeit auf dem Insel Areal gesprochen.

    Abonnieren

    Kommentare Hörer zur Episode 20:

    "Wir Menschen brauchen der Wald - und nicht umgekehrt"

    Klug geführtes Interview mit einem sympathischen, gescheiten, eloquenten - zuweilen etwas polemischen - Propagandisten des aktuellen Paradigmas der Waldbewirtschaftung. Hierzu nur so viel: Der Beutel im Staubsauger ist noch lange nicht voll. (HPV)

    Mehr



    Der Podcast "Die Natur und die Stadt" profitierte vom Wissen und den Kontakten von Stadtgrün Bern und wird vom Bundesamt für Umwelt (BAFU), der Burgengemeinde Bern und der GVB Kulturstiftung unterstützt. Herzlichen Dank dafür.
    facebook twitter linkedin instagram 
    business_card_1_back_by_logaster
    Email Marketing Powered by MailPoet